Heute ist ein ganz besonderer Tag!

Seit dem 03. Dezember 1993 dient dieser Tag als Gedenk- und Aktionstag, um auf die Probleme und Benachteiligungen behinderter Menschen aufmerksam zu machen.
Lasst uns gemeinsam daran arbeiten, die Würde, Rechte und das Wohlergehen behinderter Menschen zu fördern!

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Was genau ist denn eine Behinderung? Im bundesdeutschen Recht wird die Behinderung im Sozialgesetzbuch IX (dort: § 2 Absatz 1), so definiert: Menschen sind behindert, wenn ihre körperliche Funktion, geistige Fähigkeit oder seelische Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate von dem für das Lebensalter typischen Zustand abweichen und daher ihre Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt ist. Sie sind von Behinderung bedroht, wenn die Beeinträchtigung zu erwarten ist.

 

Es gibt anerkannte Behinderungen wie z.B. Gehbehinderung, Sehbehinderung, Hörschädigung, weitere körperliche Behinderungen. Dann gibt es geistige Behinderungen, Mehrfachbehinderungen, Lernstörungen, Sprachbehinderung, Verhaltsgestörte Behinderungen und Depression.

Jede dieser hier aufgeführten Behinderungen ist ein großer Überbegriff, der eine immense Vielzahl von Unterkategorien zulässt. Alle hier auch nur im Ansatz zu erwähnen wüde bei weitem den Rahmen sprengen. In meinem Blog geht es in erster Linie um eine Gehbehinderung und Schmerzen, die die Benutzung verscheidener Hilfsmittel, vor allem des Rollstihls, notwenig macht. Unabhängig davon gibt es aber auch Behinderungen die nicht annerkannt oder in einen Diagnoseschlüssel verpackt sind. Die einen im Alltag und in seinem täglichen Leben dennoch stark (be)hindern. Andere Behinderungerungen sind anerkannt, werden aber im täglichen Leben von den Betroffenen, nicht mehr als solche wahrgenommen.

 

Und dann gibt es das Behindert werden. Von anderen, von der Gesellschaft, von Rahmenbedingungen, von Gesetzten, von baulichen Grenzen, vom Alltag. Vom nicht über den Tellerrand schauen. Ich rede jetzt nicht mehr nur über Körperliche oder geistige Behinderung und einschränkungen. Nein, ich denke an den Alltag von uns allen. Wenn ich im Internet lese, dass eine Mama sich rechtfertigen soll, weil das Kind nicht in den Kindergarten geht. Eine andere Mama wird schief angeschaut, weil die Kinder nach der Trennung beim Papa leben und sie regelmäßig besuchen. Ein Papa soll sich, laut Nachbarn erklären, warum er so lange Elternzeit nimmt. Es gibt unzählige Beispiele… Vom einschränken:

Vom hören, das kannst du nicht

Warum?

Was willst du?

Wieso willst du das?

Warum machst du das so und nicht so?

Bist du dir sicher?

Ein Nichtssagen, dafür schräge Blicke

Diese Behinderung betrifft uns alle. Egal,ob wir nach der Definition behindert sind oder nicht. Wir Menschen behindern uns gegenseitig. Bewusst oder unbewusst. Durch Mamiwars, gute Ratschläge, Flüchtlingskrisen, zu hohe Borsteinränder, zu enge Wege. Auf unseren Straßen. In unseren Köpfen.

Wir alle sind Menschen.

Nicht mehr und nicht weniger.

Unsere Körpertemperatur ist gleich.

Und würde man uns im liegen röntgen, würde man keinene Unterschied zwischen uns feststellen.

Eagl ob behindert oder nicht, Eltern oder Kinderlose, Berufstätig oder Hausfrau, Europäer oder Syrier.

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Wir alle sind Menschen.

Eine Prise Toleranz, eine Messerspitze Akzeptenz manchmal dazu noch etwas Mitgefühl oder Einfühlungsvermögen. Dann kann auch Inklusion und Teilhabe gelebt werden.  Lasst uns zusammenstehen und uns nicht gegenseitig behindern.

 

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