Was tun wenn nichts mehr geht?
Es ist nicht so einfach. Ich möchte die Adventszeit entspannt angehen lassen und dieses Jahr gelingt mir das wirklich gut. Unser Wochenende war dennoch ziemlich voll.
Eigentlich sollte es zum Nikolaustag die traditionelle Hackfleisch – Lach – Suppe geben. Wir haben diese gemeinsam am Sonntag Morgen vorbereitet und sie auf den Balkon gestellt. Leider war es hier zu warm und beim servieren merkten wir, dass das Essen für 20 Personen einfach kapputt war. Ich hätte weinen können. Nicht weil es nicht geklappt hat, sondern weil wir 6 Liter Suppe mit 3 kg Fleisch wegwerfen mussten.
Notfallplan – Pizza bestellen hat dann auch gut funktioniert. In solchen Situationen verfluche ich dann die Zöliakie des Juniors. Denn für ihn gab es keine Pizza. Wir haben ein Brötchen aufgeschnitten mit passierten Tomaten getränkt und einer Scheibe Käse belegelt. Improvisation ist alles. Zu jedem in der Familie sagte der Nikolaus auch etwas (Wir haben vorher Namen gelost über die dann anonym etwas geschrieben wurde) Diese wurden ins goldene Buch geklebt und der Nikolaus berichtet so über jede Person. Ein sehr lustiger Brauch.

Die Großfamilie hat uns beim Aufräumen geholfen, ich wurde umngezogen, habe meine Zähne geputzt und bin ins Bett gefallen. In der Nacht bin vier Mal aufgewacht, da ich solche Schmerzen im rücken hatte. Ich konnte mich weder hinlegen, noch alleine aufsetzten, geschweige denn stehen.

Schweben habe ich probiert. Ging leider nicht. Irgendwann gegen 5 bin ich nochmal tief eingeschlafen.

Gestern morgen wurde ich von Junior aufgeweckt. Er war schon angezogen und hatte gefrühstückt. Der Mann brachte mir einen Kaffee ans Bett, den ich aber nicht trinken konnte. Bei jeder Bewegung, cshossen mir die Tränen in die Augen. Für solche „Notfalltage“ habe ich normalerweise einen Plan B. Doch dieser konnte gestern leider auch nicht greifen, da beim Pfelgedienst, der an solchen Tagen für mich die große Haushaltsarbeit übernimmt, die Häfte des Personals krank war und meine Mama – die dann für Junior zustädnig ist – just gestern eine SchulterOP Hatte und nun im Krankenhaus liegt.
Hier lobe ich mir die Arbeitsstelle des Mannes, er meldete kurzfristig Homeoffice an und kümmerte sich zunächst um Junior. Ich blieb im Bett liegen. Ich konnte weder schlafen, noch lesen, kein T schauen und am Morgen ging auch weder Laptop noch Hörspiel. So döste ich den Morgen vor mich hin, trank zu wenig, damit ich nicht aufstehen und auf die Toilette muss, versuchte Ateübungen und Achtsamkeitsübungen imzusetzten und spürte nur mich und in meinen Körper. Unser Mittagessen wurde von unserer Oma gezaubert und ich musste sogar im Liegen Essen. Ich hasse sowas. Aber es ging nicht anders. Und manchmal muss man die Dinge dann auch einfach akzeptieren und annehmen, wenn ich sie nicht ändern kann. DAS habe ich mittelreweile gelernt auch wenn es mir immer noch sehr schwer fällt.

Junior schleicht sich immer wieder mal ins Zimmer, streichelt mich und fragt:
„Mama is alls dud?“
„Mama, bald wird’s besser“
„Papa, müsse leise sein, Mama müde is“
Wenn ich diese Sätze höre, weint mein Herz. Das möchte ich nicht. Aber ich kann es ihm nicht ersparen. Auch wenn ich nichts mehr möchte auf dieser Welt.

Nach dem Mittagessen kuschelt sich Junior neben mich und er macht Mittagsschlaf. In dieser Zeit arbeitet unser Papa. Nach 2 Stunden Mittagsschlaf, ringt der Herzmann mich auf Toilette, und richtet mir eine Kanne Tee und ein paar Plätzchen ins Bett. Ich bin von dem Doppeltransport so erledigt, dass ich erneut Schmerzmittel brauche. Ich lege mich ins Bett und mache ein Hörspiel ein. Meine Männer fahren mit Heißem Tee in den Wald und lauschen nach Waldtieren und finden eine Platz an dem gerade frisches Holz gemacht wurde.

9.12.15 Im Wald bei Dieter (04).jpg

 

Nach 1 Stunde Hörspiel, verstelle ich meinen elektrischen Rost etwas und schalte den Laotop ein. Ich versuche mich am Jahresfotobuch. Doch auch hier habe ich keinen Erfolg. Die Bilder müssten zunächst noch fertig sortiert werden und das Erstellenm, dauert eine gefühlte Ewigkeit. Bei Twitter bekomme ich aber die Bestätigung, dass dies nicht mnur mir so geht. Trotzdme zuviel für einen Tag, wie diesen. Ich lese etwas bei Twitter und dann schlafe ich ein. Ich wache erst wieder auf, als der Herzmann Junior ins Bett legt.
Ich schaue mit dem kleinen Mann noch ein Bilderbuch an und wünsche uns nach Bullerbü. Diese Zeit ist die schönste des ganzen Tages. Ich liebe es, wenn er neben mir liegt und wir zusammen lesen, erzählen, philosophieren und die Welt um uns herum einfach vergessen. Das ist besser als jedes Schmerzmittel der Welt. Auch wenn das gestern nur ein paar Minuten waren, so waren es doch die besten die ich mir habe vorstellen können. Auch Junior genießt diese Zeit an „schlechte Tagen“ ganz besonders und ist unheimlich vorsichtig. Dann wird geschlafen. Zumindest er. ❤ Mann geht arbeiten und ich versuche ein Position zu finden, in der ich irgendwie liegen kann.

Solche Tage braucht einfach kein Mensch. Ich hoffe darauf das der nächste besser wird.
Ich liege immer noch im Bett. Es muss ein weiterer Homeofficetag herhalten. Zumindest ein halber. Zumndest diesen Text kann ich aus meinem Bett liegend schreiben – also es geht aufwärts.

Und wie schon bei den Friday fivs: Das negative darf nicht überwiegen. Es gibt jeden Tag, drei Dinge für die ich dankbar sein kann. Gestern Abend im Bett überlegte ich mir diese:
1) Meine Mama hat die OP überstanden.
2) Die leckerer Kartoffelsuppe aus Omas Küche.
3) Die Sonne, die am Nachmittag in das Schlafzimmer schien und es so freundlich machte

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