Am 2 ten Tag der Bücherwoche, möchte ich Euch den Neufeld Verlag und ein paar seiner Bücher etwas vorstellen. Das erste Buch gehörte zur Grundausstattung meiner Kindergartenbilderbuchkiste. Ein Bilderbuch wie alle anderen, die ohne bestimmtes Thema gerne angeschaut wurden. Durch dieses Buch, bin ich auf den Neufeld Verlag zugegangen und sie haben mir 3 weitere Bücher für die Bücherwoche zur Vergügung gestellt. Auf der Homepage steht der Satz: Stellen Sie sich eine Welt vor, in der jeder Willkommen ist. Und genau so, sind die Bücher dieses Verlages. Die Themen sind: Vielfältigkeit und Glauben ausgerichtet.

Das erste Buch, das ich Euch heute vorstellen möchte, ist

Die Geschichte von Prinz Seltsam: Wie gut, dass jeder anders ist!

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Das Buch ist ein Bilderbuch für Kinder ab ca. 3 Jahren. Bilderbücher sind dazu da, verscheidene Lebenswelten zu zeigen und um mit Kindern ins Gespräch zu kommen.

Selbstverständlich ist dies kein Fachbuch. Vielmehr ist es die Geschichte eines Königspaares, welches bereits 2 Kinder hat und gerne noch ein 3 tes möchte, denn Kinder sind etwas wundervolles.

Er sieht ein bisschen seltsam aus, sagte der König.

Er ist anders als die anderen, sagte die Königin.

Er ist unser Bruder, sagte Prinz Luca.

Er ist einfach Prinz Seltsam, sagte Jona.

Und alle hatten Prinz Seltsam sofort sehr, sehr lieb.

Prinz Seltsam ist etwas anders – und das empfinden sie Menschen am Anfang der Geschichte als seltsam.  Er entwickelt sich anders als seine Brüder, braucht für bestimmte Dinge länger und reagiert manchmal nicht so, wie man es erwarten würde.

Doch genau diese Andersartigkeit, wendet vom Land eine große Katastrophe ab. Denn als Gefahr in Form des Schwarzen Ritters kommt und alle Angst haben, ist er es, der durch eine mitfühlende Frage  das „Böse“ mit  Einfühlungsvermögen abwenden kann.

Ich finde das Buch sehr einfühlsam und für Kinder absolut geeignet. Es stößt Diskussionen über das „Anders sein“ an und bringt die Chance, dieses „Anders Sein“ postiv zu sehen. . Manchmal sind es nämlich gerade „die Anderen“ ( die nicht so ganz in das gängige Schema passen), die in bestimmten Situationen zu großer Form auflaufen und sich als echte Bereicherung erweisen.

Die Bilder sind in einer farbenfrohen und einfachen Form und werden durch den Text ergänzt. Das Thema Trisomie 21 wird hier aufgegriffen und es eignet sich, um mit Kindern über das Down-Syndrom und andere Entwicklungsverzögerungen zu sprechen.

 

 

Das zweite Buch, ist die Fortsetzung von Prinz Seltsam. Es hat die selbe Aufmachung, aber Prinz Seltsam ist größer geworden.

Prinz Seltsam und die Schulpiraten

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Es ist für Schulkinder geeignet und enthält mehr Text – und dieser ist noch kleiner geschrieben als im ersten Buch.

Auch hier ist die Botschaft, dass es normal ist, verscheiden zu sein. In diesem Buch geht es nicht mehr nur um das Down Syndorm, sondern es werden auch andere Formen des „anders sein“ beschrieben.

Prinz Seltsam kommt in diesem Buch in die Schule. Die Kinder werden auf Schiffen unterrichtet. Es gibt Schulschiffe für Mädchen, für Jungen, eines für Einäugige und Blinde, eines für Einbeinige und eines für Langsame. Warum das so ist, weiß niemand mehr. Aber so ist es und daran wird nichts geändert. Bis die Schulschiffe  von Piraten angegriffen werden und sie die Kinder mitnehmen und einsperren. Um Flüchten zu können, muss jeder das Tuen, was er am besten kann. Gemeinsam schaffen Sie es. Um zurück, zu ihren Eltern fahren zu können, müssen alle Kinder gemeinsam auf das einzige Schiff.  Auf der Rückfahrt werden dort auch alle zusammen, in einem Raum unterrichtet und das klappt richtig gut. Denn die Kinder lernen voneinander. Und als sie dann glücklich wieder bei ihren Eltern landen, sind alle gleich – gleich glücklich und gleich dankbar.
Die Geschichte behandelt das Thema Inklusion und zeigt, dass jeder auf seine Art etwas beitragen und man voneinander lernen kann.

Inklusion bedeutet, alle Menschen willkommen zu heißen. Eine Gesellschaft, in der Vielfalt selbstverständlich ist.

 

Im Buch

Wer nur auf die Löcher starrt, verpasst den Käse:

Aus dem Leben mit zwei besonderen Kindern

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beschreibt Sabine Zinkernagel – eine beeindruckende Frau – von ihrem Leben, von ihrem Leben mit 2 behinderten Söhnen und von ihrem Glauben. Auf 158 Seiten hat man das Gefühl, dass man mit Sabine in ihre Welt eintauchen kann. Sie schreibt so offen und ehrlich, dass ich das Gefühl habe, ich sitze neben ihr und würde sie am Liebsten in den Arm nehmen. In 45 kleinen Kapiteln, nimmt sie den Leser mit und macht Mut. Sie kämpft und nimmt nicht einfach alles so hin.

Es ist kein Buch mit erhobenem Zeigefinger.Es ist lebhaft, humorvoll und dennoch mit Ernsthaftigkeit geschrieben. Sie selbst hat Multiple Sklerose und zwei Söhne. Beide Söhne sind behindert. Das Buch beginnt mit einer Szene aus dem Arztbesuch in der zweiten Schwangerschaft und ihren Zweifeln. Vor allem aber mit ihrer Liebe. Sie beschreibt die starken Seiten und besonderen Talente ihrer beiden Söhne. Sabine baut sich ein Netzwerk der Unterstützer auf, zu denen Ehemann, Nachbarn, Psychiater und andere Mütter gehören. Sie erzählt spannend, wie sie es schafft innere Stabilität zu gewinnen.

Glaubensfragen und Zweifel an Gott, werden mehrfach thematisiert.  Trotzdem denke ich, die Beschreibung,  wie sich ihre Lebenserfahrungen auf ihren Glauben auswirken, nicht nur für Menschen interessant sind, die mit dem Thema Glauben etwas anfangen können. Es ist ein Buch das Mut macht.

 

Das letzte Buch des Verlags, das ich heute vorstellen möchte, ist das Buch

Gewagte Beziehungen

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von Holm Schneider. Dr. Holm Schneider arbeitet als Professor für Kinderheilkunde am Universitätsklinikum in Erlangen. In diesem Buch – dessen Cover ich einfach liebe – werden sechs Beziehung vorgestellt. Beziehungen, die im Titel als gewagt bezeichnet werden. Was damit gemeint ist?

Das Buch berichtet von Menschen mit Behinderungen, die ihre Liebe gefunden und Familien gegründet haben. Nicht trotz Behinderung, sondern einfach mit ihr.

Warum heiratet ein junger Mann eine Frau im Rollstuhl? Können Blinde gute Eltern sein? Lassen sich tiefe Gespräche führen, wenn der andere kaum ein Wort hervorbringt? Und gibt es sie wirklich: die Liebe eines bildhübschen Mädchens zu einem, der aussieht wie ein Vampir? Menschen mit Behinderung müssten sich Hochzeit, Kinder und solche Flausen aus dem Kopf schlagen, meinen viele

Zitat aus der Rückseite des Buches

Genau solche Fragen sehen auch wir immer wieder, wenn die Menschen erfahren, dass mein Mann und ich einen gemeinsamen Sohn haben. Aus diesem Grund habe ich mich über dieses Buch ganz besonders gefreut.

Einige der Schilderungen treffen auch auf uns zu. Ein Partner ist behindert, einer gesund. In manchen Fällen sind die Behinderungen sehr schwer, und das war schon so, als dich Partner kennen gelernt haben.  Doch keine der Ehen wurde aus Mitleid geschlossen. Nein! Alle haben Liebe als Grundlage. Pure und wahre Liebe, die viel tiefer geht. Der knackige Hintern oder sonstige oberflächligen Merkmale spielen keine Rolle.

Ein Partner, der Paare die vorsgestellt werden :

  • ist blind
  • hat einen Gendefekt
  • haben eine Mehrfachbehinderung nach einer Hirnstammentzündung
  • hat eine Fehlbildung der Arme
  • hat einen Rollstuhl
  • hat Zwangshandlungen

 

Es ist ein Buch, dass man leicht lesen kann – in der Badewanne oder einfach so – Geschichte für Geschichte. Und trotzdem bleibt es lange im Kopf.Vom Kennenlernen über Schwierigkeiten bis zum gemeinsamen Leben, alles wird in einer postiven und klaren Sprache beschrieben Hier kann man die Liebe lesen und spüren – das was eine Ehe trägt und den Mut dazu. Liebe überwindet alles!

 

 

Die Bücher 2,3 und 4 wurden mir vom Verlag zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür.

Der Artikel enthält Links zum Amazon Partnerprgramm

https://wheelymum.wordpress.com/buecherliste-fuer-kinder-behinderung-und-inklusion/

 

 

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2 Gedanken zu “Bücherwoche: Neufeld Verlag

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