Eltern mit Behinderung: Eine Familiengeschichte (Teil 1)

Eltern mit Behinderungen. Ich bin immer auf der Suche nach Gastartikeln oder Interview partnern für diese-  wie ich finde – so wichtige Reihe. Ziemlich zu Beginn dieser Reihe, habe ich eine Mail einer wunderbaren Frau bekommen. Was sie mir hier alles berichtet hat, war sehr persönlich und ich hatte den größten Respekt vor ihr. Ihre Geschichte und die ihrer Familie ist eine ganz besondere. Sie ist über ihren Schatten gesprungen hat mir diese in Form eines Interviews erzählt. Lebensfroh, liebevoll und mit viel Geduld gehen und rollen sie durch das bunte Leben, zwischen Vorurteilen und Hindernissen. Es gibt so viel zu erzählen, dass ich eine kleine Reihe daraus mache und es aktuell 3 Beiträge dieser Familie geben wird.

Und am Ende? Am Ende siegt die Liebe.

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Eltern mit Behinderung: Kinderwunsch mit Trisomie 21

Kennt ihr Carina Kühne? Sie ist eine so liebenswerte Frau, die sich als Aktivistin für das Thema Inklusion stark macht. Auf der Inkluisonsmesse in Mainz bekam ich die Möglichkeit ihr an einer Podiumsdiskussion zu zuhören und ich war schwer beeindruckt. Einige von Euch kennen sie vielleicht aus dem Film Be my Baby. Ich freue mich sehr, dass sie mir einen Artikel zur Verfügung gestellt hat, den ich im Rahmen meiner Blogreihe Eltern mit Behinderung veröffentlichen darf.

Ich selbst habe eine Krankheit und bin Körperbehindert. Eine Elternschaft mit Körper – oder Sinnesbehinderung ist schon ein Tabuthema. Aus diesem Grund gibt es auch diesen Blog. Aber wie ist das mit dem Kinderwunsch bei einer gesitigen Behinderung oder mit Down – Syndrom?

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Eltern mit Behinderungen: Sima Surkamp

Heute ist die Überschrift schlichtweg der Name, der Person welche mir heute, in der Blogreihe Eltern mit Behinderungen, ein Interview gegegben hat. Sima Surkamp ist für viele Menschen in Deutschland keine Unbekannte. Wer sie noch nicht kennt, hat etwas verpasst und kann gerne mit diesem Interview einen kleinen Einblick bekommen, was diese beeindruckende Frau so stemmt. Weiterlesen

Eltern mit Behinderungen: Alltagsprobleme #sehtuns

Es ist nicht immer alles Friede, Freude, Eierkuchen in Familien. In keiner. So auch nicht bei Familien in denen ein Elternteil eine Behinderung hat. Häufig sind es gesellschaftliche oder politische Umstände, die das Leben weiter erschweren. Heute schreibt Rosa bei mir einen Gastartikel über ihr Leben als verheiratete Frau und behinderte Mutter zweier Kinder.

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Mamasein

Was macht mich zur Mutter oder zur Mama? Unterscheidet sich eine leibliche Mama von einer Stiefmama oder von einer Adoptivmama?

Eine große, schwierige Frage, oder? Susanne vom Stiefmutterblog sucht in einer Blogparade unterschiedliche Antworten darauf.  Ich möchte versuchen, (m)eine Antwort darauf zu finden.

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Eltern mit Behinderung: Möchte ich einmal Mama werden?

Heute ist eine Frau Gast in der Blogreihe: Eltern mit Behinderung, die ich sehr bewundere. Tanja, im Internet auch bekannt als Rollifräulein hat einen eigenen Blog den ihr hier besuchen könnt. Was mich an Tanja ganz besonders fasziniert, ist ihre offene und ehrliche und vor allen Dingen ihre herzliche und fröhliche Art. sie sagt klar, was Mist ist und freut sich an den schönen Dingen im Leben. Ich freue mich ganz besonders, dass sie heute einen Gastartikel zu dem Thema Eltern mit Behinderungen schreibt. Ein sehr persönlicher Text.

Ju fragte mich im Dezember, ob ich bei ihrer Reihe zum Muttersein mit Behinderung mitmache. Ich war sofort begeistert, weil ich finde, dass dieses Thema noch allzu oft in der Öffentlichkeit verschwiegen wird. Jetzt haben wir Ende März und das sind die ersten Sätze, die ich dazu schreibe. Natürlich hatte ich viel zu tun, aber im Grunde steht diese Aufschieberei beim Schreiben immer im Zusammenhang mit Angst. Entweder Angst nichts zu sagen zu haben oder Angst etwas zu sagen zu haben. Diesmal ist es zweitens, ich habe Angst etwas zu sagen, das ich sagen muss, um diesen Text zu schreiben.

Also sage ich es jetzt: Hallo, ich bin Tanja, ich gelte wohl als schwerstbehindert und ich möchte ein Kind, irgendwann.

 

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Diesen Satz zu schreiben oder auch auszusprechen, fällt mir immer noch immens schwer, weil es sich irgendwie verboten anfühlt. So als würde ich etwas wollen, das mir eigentlich nicht zu steht. Vielleicht kommt dieses Gefühl auch daher, dass Eltern mit Behinderungen lange kein Thema für die Öffentlichkeit waren und dass einem sowieso immer wieder vermittelt wird, dass wir als behinderte Menschen schon glücklich sein können, wenn wir nicht im Heim landen. Mehr haben wir nicht zu erwarten. Aber wir sollten mehr erwarten, viel mehr. Ich trage ich den Kinderwunsch schon ziemlich lange mit mir herum, auch wenn ich ihn lange nicht zugeben wollte. Früher habe ich die floskelartigen Erwartungen der Gesellschaft wiederholt, wenn mich jemand auf das Thema ansprach: „Kind? ich? naja, weiß nicht, ob ich das dem Kind antun will und das ist ja alles kompliziert…“

Zum Glück habe ich seit ein paar Jahren ein näheres Umfeld, das positiv auf solche Äußerungen reagierte und mir immer wieder klarmachte: Mit Kind ist sowieso alles kompliziert, andererseits ist eine Behinderung für ein Kind egal, erst recht, wenn es damit aufwächst. Bisher war das aber auch alles nur ein Gedankenspiel, ich war zu jung, hatte die falschen Partner und die Umstände waren eh immer blöd. Aber jetzt mit 28 Jahren komme ich ganz langsam in ein Alter, wo dieses Kinderthema durchaus konkret werden kann und ich spüre immer weniger Panik in mir aufsteigen.

Natürlich habe ich Angst davor, keine gute Mutter zu werden, meinem Kind nicht das Leben bieten zu können, das ich mir wünsche. Hat das etwas mit meiner Behinderung zu tun? Eher nicht. Ich bin Geisteswissenschafterin, habe eine stark ausgeprägte chaotische Ader und diese Gesellschaft ist sowieso alles andere als kinderfreundlich. Die Voraussetzungen sind also von Grund auf nicht perfekt, macht da meine Behinderung noch so einen großen Unterschied?

Ich will dieses Problem aber auch nicht kleinreden. Natürlich muss ich eine lange Reihe von Lösungen finden: Was mache ich nachts, wenn das Kind schreit? Was mache ich, wenn das Kind sich verletzt? Wie verhindere ich, dass das Kind sich los reißt? Hinlaufen ist in keinem Fall eine Option, aber eine andere Lösung habe ich bisher auch nicht.

Muss ich auf alles vorher eine Lösung wissen, um eine gute Mutter zu werden? Haben Mütter ohne Behinderungen vorher für alles eine Lösung? Ich weiß es nicht genau, aber wahrscheinlich nicht. Aber zumindest eines weiß ich jetzt schon:

Ich werde eine Mutter sein, die glaubt, das am Ende alles gut wird. Irgendwie.

Immerhin ein guter Anfang, oder?

 

18 Tipps für Kinder und Eltern

Mama, was ist behindert? Diese Frage stellt sich immer wieder einmal, wenn Kinder Kontakt mit Menschen haben, die in irgendeiner Art und Weise eingeschränkt sind. Dazu gab es einen Artikel mit vielen Erklärungsversuchen. Auf diesen Beitrag bekam ich ettliche Fragen, wie man denn konkret damit umgehen soll, wenn man auf jemanden trifft und die Kinder fragen stellen. Nicht jeder traut sich die Menschen anzusprechen. Weiterlesen

Eltern mit Behinderungen: Hilfsmittel

Heute muss ich mich nochmals auf mein Posting von gestern beziehen. Vielen Dank für eure lieben Rückmeldungen. Was mich ärgert ist einfach, dass man immer und immer wieder um Hilfsmittel kämpfen muss. Warum eigentlich? Hilfsmittel machen einen nicht behindert, sondern sie helfen dabei mit einer Behinderung umzugehen und dadurch Behindernisse zu überwinden. Aber wie soll das funktionieren, wenn sich niemand dafür verantwortlich fühlt und jeder die Verantwortung auf einen anderen abwälzt? Weiterlesen

Behindertenbashing

STOP
  1. Rede nie direkt mit einem Menschen mit Behinderung.
  2. Schaue ihm nicht in die Augen
  3. Spreche immer nur mit den Begleitpersonen
  4. Spreche dringend über ihn den Menschen  in der dritten Person
  5. Vermeide Körperkontakt z.B. Hand geben
  6. Das höhste der Gefühle ist ein Mitleidiges Lächeln
  7. Wenn der Mensch mit Behinderung etwas sagt, höre es nicht oder
  8. gehe nicht darauf ein oder
  9. ignoriere sein Gesagtes
  10. oder Ignoere ihn einfach ganz

 

Wenn du so handelst kannst du nie etwas falsch machen und  bist immer auf der sicheren Seite.

 

Dieser Beitrag entstand nach meinen Erfahrungen in den letzten Wochen. Er ist natürlich mit einem Augenzwinkern entstanden, aber mich würde interessieren, was andere Menschen so hemmt oder zu diesem Verhalten antreibt?

Inklusionsmesse Rheinland – Pfalz

Gestern waren wir in Mainz auf der Inklusionsmesse. Es war das erste Mal, seit Januar, dass ich eine längere Autostrecke zu überwinden hatte. Aber es ging verhältnismäßig gut. Die Inklusionsmesse steht dafür Vorurteile abzubauen und zu sehen, wie Inklusion geschehen kann. Weiterlesen