Im Januar habe ich mit diesem Beitrag meine Blogreihe Eltern mit Behinderungen und (chronischen) Krankheiten ins Leben gerufen. Jeden Donnerstag wollte ich Menschen mit Behinderungen oder Krankheiten einen Platz anbieten, das Augenmerk auf das Thema Elternschaft zur richten. Gleichzeitig sollte dieser Platz auch für alle anderen Menschen da sein, um sich eine Vorstellung von einem anderen Leben machen zu können und um zu helfen Hemmschwellen abzubauen. Am Ende meines Artikels, habe ich dazu aufgerufen, dass jeder der mir gerne etwas zu dem Thema schreiben möchte, sich unter wheelymum08@web.de gerne melden könnte.

2 Tage später bekam ich meine erste Mail von Chris aka Linsensicht . Er sei Fotograf, Papa von 3 wundervollen Kindern und er habe Krebs. Er hätte Interesse an der Reihe teilzunehmen. Denn mit der Diagnose habe sich vieles geändert. Wir folgten und über Twitter und hatten einen regen Austausch per Mail und persönlichen Nachrichten. Ich glaube Thea hat über Twitter den #lichtfürlinsenlicht ins Leben gerufen. Dieser sollte ihm Kraft spenden beim Kampf gegen den Krebs

Chris began seinen Beitrag zu schreiben. Immer und immer wieder haben wir uns ausgetauscht, weil ihn die Nebenwirkungen der Chemo so sehr mitgenommen haben. Anfang April hat er mir eine erste Rohfassung geschickt. Ganz zufrieden war damit aber noch nicht. Er wollte noch etwas warten und weiterschreiben, wenn es ihm besser ginge.

So haben wir gewartet. Und jetzt? Jetzt muss ich euch leider mitteilen, dass wir diesen Beitrag nie lesen werden. Chris hat am Dienstag seine letzte Reise angetreten. Bei Twitter kam die Nachricht, dass er gehen wird und wir haben ihm Lichter mit auf seinen letzten Weg geschickt und ganz viele gute Gedanken. #EinLichtfürlinsenlicht hat ihn begleitet

https://twitter.com/Murmelmum/status/740287045764022272

Als ich diese Reihe gestartet habe, hätte ich nie damit gerechnet, dass es dabei auch um das Thema Tod gehen wird. Und dann kam es so schnell.

Meine Gedanken sind bei Chris und seiner Frau und seinen drei wundervollen Kindern. Denn auch wenn er schon vorausgehen musste – seine Liebe bleibt.

Ruhe in Frieden.

Ihr könnt gerne bei Tollabea oder bei Feirsun Interviews mit ihm nachlesen. Und bei Johannes haben sich hier ein paar der herzlichsten Blogger zusammengetan um seine Familie zu unterstützen.

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6 Gedanken zu “Eltern mit Behinderungen: Abschied nehmen

  1. Nichts ist so sicher wie der Tod. ..traurig, wenn er so früh eintritt.
    Ich denke an diese Familie und wünsche ihr von Herzen viel liebe und Kraft.

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